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Essigälchen werden nur 1-2 mm lang, sind somit kleiner als Artemia und eignen sich deshalb besonders gut als Aufzuchtfutter für die frisch geschlüpfte Brut. Sie haben den Vorteil gegen über anderen Würmchen (Mikro), dass sie sich im Aquarienwasser bewegen und nicht so schnell absterben. Je saurer das Wasser, desto länger die Lebensdauer.

Sie sind anspruchlos und bei Zimmertemperatur in Gläsern relativ einfach zu vermehren. Als Nährflüssigkeit verwende ich je zur Hälfte Hengstenberg Altmeister und Leitungswasser. In dieser Flüssigkeit löse ich einen Esslöffel Zucker auf. Manche Autoren geben als Zusatz noch Hefe an. Zum Schluss kommt noch noch ein Schuss vom alten Ansatz dazu.

Erschöpft sich die Ausbeute, wird einfach ein neuer Ansatz wie oben beschrieben gemacht. Er ist aus Sicherheitsgründen auch ratsam immer mehr als einen Ansatz zu betreiben. Aber das merkt man spätestens, wenn einmal aus Versehen ein Glas umgestossen wurde.

Für die Verfütterung der Essigälchen gibt es mehrere Methoden. Ich stelle hier mal kurz meine vor, welche relativ einfach zu handhaben ist.

Ein Reagenzglas oder ein ähnlicher Glaszylinder (bei mir ist es eine alte Sparröhre für 5 DM-Stücke) wird zu 2/3 mit dem Essigextrakt samt vorhanden Älchen gefüllt. Dann wird ein Filterwattepropfen in den Zylinder gesteckt und der Rest mit Leitungs- oder Aquariumwasser aufgefüllt. So vermischt sich das Wasser und der Essig nicht. Die Älchen winden sich, bedingt durch die Sauerstoffknappheit im unteren Tein des Behälters, in ca. 24 Stunden durch die Watte in den oberen Wasserteil.
Von hier aus kann man sie problemlos mit einer Pipette absaugen und verfüttern.


Wenn alle Essigälchen abgesaugt sind wird das Wasser weggeschüttet, der Wattepfropfen entfernt und die Essigflüssigkeit in das Ansatzglas zurück gekippt.

Meine Essigälchen stammen aus einem Ansatz, den ich vor ca. 5 Jahren erhalten habe. Die Zucht ist also ohne großen Aufwand lange zu betreiben.

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